Pressenotiz (Juni 2004):

Greizer Funkamateure bilden erfolgreich Nachwuchs aus

 

Die ganze Welt im Schuhkarton; so berichteten wir vor vier Monaten über das völkerverbindende Hobby der Greizer Funkamateure und Ihre Aktivitäten zur Nachwuchsförderung.

Am vergangenen Freitag (04.06.2004) war es nun soweit:

Nach zehn Wochenenden Vorbereitungen und intensiver Schulung in Theorie und Praxis sind fünf Amateurfunkanwärter zu ihrer Prüfung angetreten. Der Prüfer der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post äußerte sich sehr zufrieden über die erreichten Leistungen. Alle Teilnehmer haben bestanden. Damit erschließt sich ihnen nun die neue, große Welt des Amateurfunks.

Besonders glücklich waren die Ausbilder darüber, daß die sehbehinderte Elisabeth Wimmler aus Reichenbach mit sehr gutem Ergebnis abschloß.

Alle Beteiligten haben bereits angekündigt, den begonnenen Weg weiter zu gehen und nach der Einsteigerlizenz für den UKW-Bereich bald auch die große Funklizenz für weltweiten Kurzwellenverkehr in Angriff zu nehmen.

Damit gibt es fünf weitere Funkamateure, die unsere Region im Äther repräsentieren, aber auch in Notfällen für die Bevölkerung die Verbindung zur Außenwelt halten und eine wichtige Aufgabe im Katastrophenschutz erfüllen können.

 

Wer sich für dieses anspruchsvolle und interessante Hobby  begeistert, kann sich weiterhin bei Christian Bansleben melden, oder die Internetseite www.DARC.de des Deutschen Amateur Radio Club e.V. besuchen.

Sofern sich genügend Interessenten melden,  wird der DARC Ortsverband Greiz wieder einen Lehrgang zur Vorbereitung auf die Lizenzprüfung planen.

 

Christian Bansleben

Christian.Bansleben@web.de

Tel.: 0351 4793753

 

Die Presse:

Jörg Bräutigam – In Elsterberg zu Hause, auf allen Kontinenten als Funker bekannt

Funkamateur erreichte mit Radiowellen bereits 23.000 Empfänger – Am Sonnabend beginnt neuer Lehrgang des Ortsverbandes Greiz

Von Karsten Repert

 

Elsterberg. Hier ist DL3ARM - hier ist Delta, Lima, drei, Alpha, Radio, Mike. Mit diesem Rufzeichen identifiziert sich Funkamateur Jörg Bräutigam weltweit. Ob Europa, Asien, Amerika oder sonst noch wo: 23.000 Einträge sammeln sich bereits auf seinem Hochleistungsrechner, der eine ausgetüftelte Funkstation mittels moderner Computertechnik unterstützt.
Die Gesprächspartner wohnen in etwa 200 Ländern, die der Elsterberger mit seinen Radiowellen bislang erreichte. „Das ist eben ein Völker verbindender Sport", schmunzelt der frühere Nachrichtentechniker, der heute als Schaltplanzeichner bei Protec in Oberfranken tätig ist.
Das kleine Reich im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses dient dem Technikfreak als Hobbyraum mit Direktverbindung in alle Welt. Im Äther unterhält sich der 42-Jährige mit Landsleuten, aber häufig auch mit Funkamateuren verschiedenster Nationalitäten oder Religionen.
Im Grunde bietet sich den Funkern mit ihren digitalen Betriebstechniken heutzutage eine riesige Plattform, die den begrenzten Möglichkeiten eines Internet-Chat-Rooms überlegen ist. Vor allem müssen die 80.000 Mitglieder des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) exakte Regeln beachten, womit der Funkverkehr nicht zum niveaulosen Verbalgeplänkel verkommen kann. Zudem untergliedert sich jeder Landesverband in gut organisierte Ortsverbände (OV).
Dem OV Greiz gehören beispielsweise 25 Funkamateure aus Reichenbach, Reuth, Görschnitz und natürlich auch aus Elsterberg an. Dabei unterscheiden sich die Funkamateure enorm von ihren CB-Funk-Kameraden. „Wer bei uns keine Lizenz besitzt, der fährt gewissermaßen ohne Führerschein und der kann binnen weniger Sekunden geortet werden", rät Bräutigam vom „Schwarzfunken" ab. Schließlich ist dieses Hobby wirklich für alle Altersgruppen von zwölf bis 92 Jahren geeignet und auch bezahlbar.
Einsteigen darf der Neuling bereits nach einem Zehn-Wochen-Kurs und einer Prüfung zum Selbstkostenpreis. Mittels einfacher Gerätschaften erreicht man schon ab 200 Euro die Lufthoheit.
Nach 25 Jahren hat sich natürlich bei Jörg Bräutigam etwas mehr angesammelt. „Manche haben zu Hause wertmäßig einen Kleinwagen stehen", weiß Jo. Jo, so lautet der Funkername des Elsterbergers, bastelt dagegen mit Geschick und Lötkolben vieles selbst zusammen. Natürlich kann er seine 23.000 Kontakte auch belegen. Denn für jede neue Bekanntschaft gibt es eine QSL-Karte, die das Erfolgserlebnis eines Funkers erst richtig krönt. An Jörg Bräutigams Wand hängt ein Zertifikat, welches ihm bestätigt, auf allen Kontinenten Bekanntschaften gemacht zu haben. In der Volkshochschule Greiz startet der Ortsverband am Sonnabend übrigens einen Lehrgang zum Erwerb der Amateurfunklizenz. Informationen dazu gibt es ausführlich im Internet unter www.wkiefer.de/x28/ und unter Telefon 0351 4793753 oder 0171 424 79 31.

Quelle: "Freie Presse/Plauener Zeitung" vom 10. März 2004